Der IWF kritisiert in einem Bericht eigene Fehler bei der Griechenlandrettung. Seine Prognosen zeigen, dass ein neuer Schuldenschnitt nötig werden könnte. Diesmal müssten wohl nicht nur private Gläubiger bluten.
Die Griechen werden die kassierten Hilfskredite auf Heller und Pfennig zurückzahlen – so gelobt es die Athener Regierung, so versichern es auch die Euro-Finanzminister ihren Steuerzahlern. Dabei ist für die meisten Fachleute längst klar: Aus eigener Kraft wird das Land seine Schulden niemals zurückzahlen können. Was die Politiker bisher nur hinter vorgehaltener Hand flüstern, spricht ein Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) jetzt offen aus.
„Für jemand der rechnen kann ist klar, dass es für Griechenland eng wird,“ sagt Commerzbank-Ökonom Christoph Weil. Berechnungen des IWF legen nahe, dass Griechenland ohne einen erneuten Forderungsverzicht der Gläubiger seine Schulden nicht tragen kann.
In einem zweiten Papier, aus dem das Wall Street Journal zitierte, ist von eigenen Fehlern des IWF bei der Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung Griechenlands sowie von Reibungen innerhalb der Troika aus IWF, Europäischer Zentralbank (EZB) und Europäischer Union (EU) die Rede.
Nessun commento:
Posta un commento